Ich muss zugeben: Zur Zeit liebe ich Boxen. Nein, nicht die Sportart, sondern Tools, die “box” im Titel tragen. Nachdem ich Dropbox schon sehr nützlich fand, hab ich letzte Woche mal die Google Quick Search Box (beta) für den Mac angetestet. Ich muss sagen, ich bin begeistert. Im Grunde ist das zwar auch nix anderes wie das integrierte Spotlight oder dem renommierten Quicksilver, aber meines Erachtens sucht die QSB sehr schnell und wirkt zudem noch super schlank. Drückt man zweimal schnell auf die Apfel-Taste, so poppt die QSB auf und man kann direkt loslegen. Programme die ich nicht direkt im Dock liegen habe, starte ich nur noch so, weils einfach extrem schnell geht.
Suchen kann man eigentlich nach allem: Lieder, Kontakte, Filme, Ordner, Programme und vieles mehr. Personen werden einem übrigens gleich mit Portrait angezeigt. Drückt man dann auf die linke Pfeiltaste, bekommt man eine Auswahl an Aktionen, die man vornehmen kann: Email schreiben, mit Skype anrufen oder im Adressbuch anzeigen. Ich bin mir sicher, dass mit der Zeit bestimmt noch einige Plugins dazukommen mit denen man noch mehr Schnickschnack anstellen kann.
Der Geek And Poke Comic von gestern trifft die Thematik um Googles neuen tollen Chrome-Browser ziemlich auf den Punkt. Ich persönlich seh´das genau so. Google bringt was Neues raus, und alle fallen in Euphorie. Ok, Chrome mag zwar schnell sein, aber wieso sollte man vom alt bewährten Firefox auf ein weiteres Instrument der Google Datenkrake umsteigen? Google hat zwar schon viele tolle Web-Services aus dem Boden gestampft, die ich selbst intensiv nutze, aber bei all diesen Anwendungen erschließt sich ein gewisser Vorteil für mich selbst. Bei Chrome ist das anders. Mir fehlen da die Innovationen und die Durchsichtigkeit der Menge an Daten, die an Google gesendet werden. Chrome wird für mich erstmal tabu bleiben – ohnehin gibt es für den Mac noch keine Implementation. Außerdem häng ich viel zu sehr an meinen Firefox Plugins :)
Mit Googles neuem Service Insights for Search erlaubt der Suchmaschinengigant nach der Erweiterung des Traffics für Google Trends nun auch hier kleine Einblicke in die Lokalisierung von halbwegs bekannten Suchabfragen. Die Anzeige lässt sich von weltweit über die Staaten und Bundesländer bis hin zu einzelnen Städten herunterbrechen. Sucht man z.B. nach dem Begriff “Bier” wird man feststellen, dass dieses Wort am häufigsten aus dem oberfränkischen Bayreuth gesucht wird. Als Ur-Franke bin ich natürlich sehr stolz darauf. Da ich aber gerade in Frankfurt wohne, macht es mich umso ängstlicher, dass die Suche nach “warmes Bier” in Hessen am beliebtesten ist – Leute: Was geht denn mit euch ab?
Wie auch immer, Google Insights an sich ist vielleicht recht nützlich, wenn man die Keywords seiner eigenen Seite in Bezug auf die geographische Lage etwas optimieren möchte. Ich für meinen Teil werd´ mich nun demnächst selbstständig machen und in Frankfurt warmes Bier verkaufen :) Vielleicht lös ich damit ja den Kultstatus des Apfelweins ab? Danke für diesen Tipp Google!
Heute früh ist die angeblich größte Suchmaschine des Internets online gegangen: Cuil. Die Entwickler der neuen Suchmaschine (darunter wohl drei Ex-Mitarbeiter von Google) versprechen eine deutlich bessere Relevanz der Ergebnisseiten als bei der Konkurrenz. Die Ergebnisse werden inhaltlich kategoriesiert und werden detailierter dargestellt als bei anderen Suchmaschinen.
Ich hab heute mal etwas damit rumgespielt, musste aber mit ernüchtern feststellen, dass das bisher alles noch nicht so prima hinhaut. Stylisch sieht die neue Suchmaschine – die übrigens “cool” ausgesprochen wird – definitiv aus, aber von den angepriesenen Features konnte mich keines so recht überzeugen. Eine Suche nach meinem Namen lieferte direkt null Treffer. Für die größte Suchmaschine der Welt nicht so “cool”, oder? Konkurrenz Google spuckt 41.200 Ergebnisse mehr aus…
Naja, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin ist Cuil erst einen halben Tag alt – Google hatte da schon etwas mehr Zeit um ihre Suche zu perfektionieren und Seiten zu bewerten. Was besonderes Potential hat ist die kategorisierte Darstellung der Ergebnisse – Bei Recherchen auf einem gewissen Themengebiet bestimmt überaus nützlich.
Zu guter Letzt bleibt noch zu sagen: Bitte nicht falsch schreiben! Wer das “i” und das “l” in cuil.com tauscht, kommt auf eine etwas freizügigere NSFW-Seite. Also bitte nicht in der Arbeit ausprobieren…
Update:
Ok, der Tag danach. Heute nach LoCus Kommentar gleich noch einen Test durchgeführt. Und siehe da, Cuil spuckt was aus. Und zwar satte 4,5 Millionen Treffer für mich. Allerdings kann von Relevanz immer noch nicht die Rede sein – teilweise findet man Seiten, die in keinster Weise einen Zusammenhang zu einer Person darstellen, die so heißt. Vielleicht müssen viele Seiten einfach immer noch indiziert werden? Ich weiß es nicht, aber ich gebe Cuil mal noch etwas Zeit bevor ich die neue SuMa mies mache.
Bereits letztes Jahr wurde angekündigt, dass Google an einer Konkurrenz für Wikipedia arbeitet. Seit gestern ist Google Knol (Knol für Knowledge) nun für jeden freigeschaltet worden.
Bis von einer Konkurrenz die Rede ist, wird es wohl noch ein gutes Stück dauern. Es fehlt Knol beta einfach noch an jeder Menge Inhalt. Es gibt aber zwei Ansätze, die evtl. gefährlich werden könnte:
1. Google könnte die Knol-Seiten in der Suchmaschine zu seinen Gunsten mit einem besseren Ranking versehen als andere Seiten. Das wäre meiner Meinung nach zwar sehr evil, aber es gibt bereits Spekulationen darüber.
2. Der Ansatz, die Autoren der Beiträge mehr in den Vordergrund zu heben, könnte sich potentiell als eine gute Idee herausstellen. Manche Experten können es nämlich garnicht leiden, wenn ihnen andere Leute in ihren Beiträgen “rumpfuschen”.
Ich persönlich glaube (und hoffe) nicht, dass Google das Wikipedia-Monopol vom Thron reißen kann. Es ist einfach zu schwer die Masse an Artikeln im Wikipedia zu übertrumpfen. Außerdem schreckt Knol wahrscheinlich viel Hobby-Wikianer ab, da ein extrem hoher Anspruch auf den Umfang und die Qualität eines “Knols” gelegt wird, bis dieser veröffentlicht wird. Für Spezialisten und Experten mit einem kleinen Drang zur Selbstdarstellung ist Google Knol aber durchaus sehr reizvoll.
Google Maps hat eine neue Funktion für die Routenberechnung eingeführt: Fußweg beta. Man kann jetzt also neben der Route für´s Auto, auch den Weg per pedes anzeigen. Ich hab´s mal ausprobiert und es funktioniert ganz gut: Einbahnstraßen und Fußgängerzonen werden nun korrekt mit einbezogen. Lustig finde ich allerdings den Tipp:
Die Routenplanung für Fußgänger ist noch im Beta-Stadium. Seien Sie beim Laufen in unbekannten Gebieten vorsichtig.
Ich Tippe mal darauf, das dieser Warnhinweis aus dem Amiland kommt und mit ins Deutsche übernommen wurde. Dort ist es ja durchaus möglich, dass sich jemand beim Nachlaufen der Route das Bein bricht und dann Google für ein paar tausend Euro auf Schadensersatz verklagt. Lol… diese Amerikaner.
Wie dem auch sei, so gut funktionierts dann doch nicht. Der Fußmarsch von daheim bis zum Stammtisch ist für Insider wesentlich bewegungsenergiesparender zu meistern :)
Google testet mal wieder an neuen Funktionen für die Suchergebnisse. In einem Video von gestern ist zu sehen, dass die neue Oberfläche eigene Änderungen an den Suchergebnissen zulässt. Ergebnisse können positiv oder negativ bewertet werden, so dass sich die Reihenfolge ändert. Weiterhin soll man eigene Kommentare hiunzufügen zu den Ergebnissen hinzufügen können oder die Meinungen anderer lesen. Dieses Prinzip erinnert stark an die Funktionsweise von digg oder dem deutschen Äquivalent yigg. Bis die neuen Features integriert werden könnten, wird es aber wohl noch etwas dauern. Laut TechCrunch wird bei Google seit fast einem Jahr mit dieser Idee experimentiert.
Google Street View ist schon was geiles. Vorrausgesetzt die Daten sind vorhanden, kann man auf der Google Maps Karte virtuell in eine Stadt eintauchen und sich 360° Ansichten aller Straßen ansehen. Momentan gibt es aber erst Bildermaterial aus großen Städten in den USA und Frankreich (u.a. von der Tour de France). Gerüchten zufolge soll sich das aber jetzt ändern und demnächst auch deutsche Städte an der Reihe sein. Der Tagesspiegel sichtete in Berlin schon entsprechend abgespacte Fahrzeuge mit Spezialkameras. München und Frankfurt sollen folgen. Bis man allerdings erstmals virtuell über die grünen Wiesen meiner Heimat spazieren kann, werden wohl noch ein paar Jährchen vergehen.
Einen Schritt nach vorne macht der Google-Bot was was indizieren von Flash-Dateien betrifft. Laut Google werden Text-basierte Inhalte jetzt besser erkannt und sogar links innerhalb der Flash-Datei verfolgt. Bei der ständig wachensenden Anzahl an Flash-Seiten war dies auch ein logischer Schritt der irgendwann mal gemacht werden musste. Manko immernoch: Werden die Inhalte nachgeladen oder der Flashplayer über SWFObject eingebunden, funktioniert das indizieren nicht mehr. Man darf gespannt sein ob das auch alles so gut funktioniert wie angepriesen.
Google hat seinen Dienst Google Trends um ein weiteres Feature erweitert. Neben dem üblichen Keyword-Vergleich kann man jetzt auch den Traffic unterschiedlicher Webseiten miteinander vergleichen. Ist man mit seinem Google-Account eingeloggt, so sieht man zusätzlich zur Grafik auch die Benutzerzahlen. Während man so einen kleinen Einblick auf die Seiten der Konkurrenz bekommt, sperrt Google die Informationen der eigenen Seiten (google.de, youtube.com usw.) aus.